Mythen über Handhygiene: Was Unternehmen wirklich wissen sollten

Entdecken Sie fünf weitverbreitete Mythen zur Handhygiene und erfahren Sie, was Unternehmen wissen müssen, um die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeitenden am Arbeitsplatz zu gewährleisten.

15 August 2025 Hygiene
Handhygiene ist mehr als nur Routine, sie hilft dabei, dass sich Menschen am Arbeitsplatz wohlfühlen und gesund bleiben. Gerade im geschäftigen Arbeitsalltag lohnt es sich, Hygienekonzepte und gewohnte Abläufe regelmäßig zu hinterfragen. Erfahren Sie, welche Handhygiene-Mythen sich hartnäckig halten und wie die richtige Handhygiene am Arbeitsplatz aussieht.  

Inhalt

  1. Warum Mythen rund um Handhygiene ein Risiko sind
  2. Mythos 1: Händewaschen reicht immer – Desinfektionsmittel ist überflüssig
  3. Mythos 2: Heißes Wasser macht die Hände hygienischer sauber
  4. Mythos 3: Stoffhandtücher sind unhygienisch
  5. Mythos 4: Händedesinfektion tötet alle Keime
  6. Mythos 5: Häufiges Händewaschen schadet der Haut, besser ganz lassen?
  7. Fazit: Hygiene beginnt mit Aufklärung – und konsequenter Umsetzung

Warum Mythen rund um Handhygiene ein Risiko sind

Rund um das Thema Handhygiene halten sich einige Mythen immer wieder hartnäckig. Dabei ist die richtige Hygiene gerade an Orten, wo viele Menschen aufeinandertreffen, wie  z. B. dem Arbeitsplatz oder in öffentlichen Einrichtungen besonders wichtig und ein entscheidender Faktor für Gesundheit und Betriebssicherheit. Mythen und Fehlinformationen beim Thema Gesundheit führen schnell zu erhöhter Infektionsgefahr, da nachlässig mit entscheidenden Reinigungs- und Desinfektionsschritten umgegangen wird.

Deshalb ist es besonders wichtig, über die richtige Handhygiene am Arbeitsplatz aufzuklären – diese ist nämlich, gewusst wie, ganz einfach in wenigen Schritten durchgeführt. So schaffen Sie ein sicheres Umfeld und reduzieren das Infektionsrisiko für Mitarbeitende und Besuchende in Ihrem Unternehmen. Im Folgenden werden einzelne Mythen genauer beleuchtet.
 

Mythos 1: Händewaschen reicht immer – Desinfektionsmittel ist überflüssig

Händewaschen oder Desinfizieren ist ein wichtiger Bestandteil der Handhygiene. Beim Waschen mit Wasser und Seife werden Schmutz, Fette und auch ein Teil der Keime von der Haut entfernt. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn die Hände sichtbar verschmutzt sind. Viele denken damit wäre es bereits getan. Doch in vielen Situationen reicht Händewaschen nicht aus, um eine umfassende Keimreduktion zu gewährleisten. Desinfektion mit einem alkoholbasierten Mittel wirkt dagegen gezielt auf die Abtötung von Krankheitserregern und ist daher besonders wirksam, wenn die Hände nicht sichtbar verschmutzt sind, aber ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. In Arbeitsbereichen wie der Lebensmittelproduktion, im Gesundheitswesen oder engem Personenkontakt, wo Hygiene besonders wichtig ist, sind Desinfektionsmittel sogar unverzichtbar, um die Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern. Die Fakten zur Handhygiene zeigen: Wer beide Maßnahmen gezielt kombiniert, sorgt für Schutz für Mitarbeitende sowie Besucher.

Mythos 2: Heißes Wasser macht die Hände hygienischer sauber

Viele Menschen gehen davon aus, dass heißes Wasser die Hygiene beim Händewaschen verbessert. In Wahrheit hat die Wassertemperatur jedoch keinen nennenswerten Einfluss auf die Reinigungswirkung, besonders in Temperaturbereichen, die keine Verbrühungen verursachen können.

Viel wichtiger sind die Dauer des Waschens und die richtige Technik: Die Hände sollten mindestens 20 Sekunden gründlich gewaschen werden, um Schmutz und Keime zu entfernen. Heiße Wassertemperaturen können zudem die Haut schädigen, da sie die natürlichen Schutzbarrieren angreifen und die Haut austrocknen. Eine angenehme Wassertemperatur ist daher ideal, um sowohl die Hygiene zu gewährleisten als auch die Haut zu schonen.

Für eine gründliche Handhygiene beim Händewaschen zählt also weniger die Temperatur, sondern vor allem die richtige Technik und Dauer des Waschvorgangs.

Mythos 3: Stoffhandtücher sind unhygienisch

Stoffhandtücher haben einen schlechten Ruf und stehen bei vielen für mangelnde Hygiene – zu Unrecht. Dabei sind sie in Wirklichkeit eine der hygienischsten Methoden, um die Hände nach dem Waschen mit Wasser zu trocknen. Sie nehmen Feuchtigkeit und Keime direkt auf und verhindern so deren Verbreitung, vorausgesetzt sie werden nur einmal verwendet. Bei hochwertige Stoffhandtuchspendern werden benutzte Abschnitte deshalb zurückgezogen und bis zum Austausch in einem separaten Bereich aufbewahrt.

Entscheidend für die Hygiene ist, dass die Hände nach dem Waschen vollständig getrocknet werden. Nur so lässt sich verhindern, dass Keime über feuchte Haut weitergegeben werden. Stoffhandtücher bieten hier den Vorteil, dass sie die Feuchtigkeit sofort aufnehmen und so für ein angenehmes, sauberes Gefühl sorgen. 

Wenn Sie Wert auf Hygiene und Sicherheit am Arbeitsplatz legen, ist deshalb ein durchdachtes Hygienekonzept im Unternehmen sinnvoll, das sicherstellt, dass Handtücher immer verfügbar sind und regelmäßig nachgefüllt werden

Mythos 4: Händedesinfektion tötet alle Keime

Händedesinfektionsmittel sind ein effektives Mittel zur Reduktion von Krankheitserregern und deshalb wichtiger Bestandteil eines guten Hygienekonzeptes in Unternehmen. Allerdings haben auch Desinfektionsmittel Grenzen in ihrer Wirksamkeit. Besonders bei Viren wie Noroviren, die für Magen-Darm-Erkrankungen verantwortlich und besonders hartnäckig sind, ist die Verwendung nur dann effektiv, wenn das verwendete Mittel als „begrenzt viruzid PLUS“ gekennzeichnet ist. Zudem kann Händedesinfektion bei verschmutzten Händen nicht die gleiche Wirkung erzielen wie bei sauberen Händen.

Die richtige Handhygiene am Arbeitsplatz bedeutet, Desinfektion und Händewaschen in der richtigen Reihenfolge und mit dem passenden Produkt einzusetzen.

Eine vollständige Keimfreiheit wird so zwar nicht erreicht, allerdings lassen sich bis zu 99,9 % der Keine abtöten, in ihrer Zahl verringern oder inaktivieren. Hygienefehler im Unternehmen lassen sich also durch richtige Anwendung ganz einfach vermeiden.

Mythos 5: Häufiges Händewaschen schadet der Haut – besser ganz lassen?

Häufiges Händewaschen ist in vielen Arbeitsbereichen natürlich unerlässlich, greift jedoch tatsächlich die eigene Hautbarriere an. Durch das Abwaschen von Fetten beim Waschen mit Seife kann es ohne geeigneten Hautschutz zu Austrocknung, Reizungen oder Ekzemen kommen. Dies betrifft besonders Berufe mit häufigem Wasserkontakt, wie in der Pflege, Lebensmittelverarbeitung oder Reinigung. 

Trotzdem sollten Sie nicht auf Händewaschen verzichten, denn sonst können sich Erreger und Keime ungestört ausbreiten. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) empfiehlt, die Haut durch rückfettende Cremes zu pflegen und auf milde, pH-neutrale Seifen zurückzugreifen. Zu einem passenden Hautschutzplan, der Reinigung und Pflege kombiniert, ist der Arbeitgeber übrigens verpflichtet, wenn die Hände mehr als 2 Stunden täglich Feuchtigkeit ausgesetzt sind oder häufig gewaschen werden. 

Ein gutes Hygienekonzept im Unternehmen integriert Maßnahmen zum Arbeitsschutz Händehygiene und sensibilisiert alle Beschäftigten für die richtige Pflege. So bleibt die Haut gesund und die Hygiene am Arbeitsplatz wird gewährleistet. 

Fazit: Hygiene beginnt mit Aufklärung – und konsequenter Umsetzung

Wer Handhygiene-Mythen glaubt, riskiert Hygienefehler im Unternehmen und gefährdet im schlimmsten Fall die Gesundheit. Nur durch regelmäßige Schulungen, klare Prozesse und die konsequente Umsetzung eines modernen Hygienekonzepts im Unternehmen lassen sich Infektionsrisiken nachhaltig senken. 
 
CWS steht Ihnen dabei als starker Partner zur Seite: Mit maßgeschneiderten Hygienelösungen, innovativen Produkten und fachkundiger Beratung unterstützen wir Unternehmen jeder Branche dabei, die richtige Handhygiene am Arbeitsplatz sicherzustellen und höchste Hygienestandards zu etablieren. Von der Analyse Ihrer individuellen Anforderungen über die Auswahl passender Spender und Verbrauchsmaterialien bis hin zur regelmäßigen Wartung – wir begleiten Sie auf dem gesamten Weg zu einem gesunden, sicheren Arbeitsumfeld.