Reinraum Blog

Kleidung für Reinraum

Der Puffer gegen Partikel
1 April 2019

Reinraumkleidung und Reinraumtextilien müssen strengen Anforderungen genügen, um die Sicherheit der Produkte zu garantieren. Zu diesem Zweck gibt es ausgefeilte Regelsysteme und moderne Reinraumkleidung. Doch welche kaum bekannten Risiken können trotzdem im Reinraum lauern? Lesen Sie weiter und finden Sie es heraus. 

Reinraum

Reinraum: Reinheit der Luft, der Oberflächen und der Kleidung

Reinräume kommen in weit mehr Branchen vor, als viele vermuten: In der Pharma- und Medizin-Industrie, in der Biowissenschaft, der Forschung und Produktion von Lebensmitteln, aber auch in der Halbleiterfertigung und der Nanotechnologie. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um Räumlichkeiten, in denen ganz besondere Sauberkeitsregeln und Hygienevorschriften gelten. Denn Reinräume müssen eine besonders saubere Umgebung bieten, damit Produkte nicht verunreinigt oder Forschungsergebnisse verfälscht werden. Regelmäßig muss daher die Konzentration von Partikeln in der Luft und auf Oberflächen und für Keime zusätzlich auch am Personal gemessen werden.

Reinraumkleidung übernimmt Schutzfunktion

Die Mitarbeiter, die im Reinraum arbeiten, stellen selbst eine der größten Gefahrenquellen dar. Durch sie kann die Außenwelt in den Reinraum eindringen und somit auf das Produkt gelangen – über Partikel wie z.B. Haut und Haare, die am Körper haften, ebenso wie über Bakterien und Keime, die auf der Haut leben oder ausgeatmet werden. 
Reinraumkleidung übernimmt daher eine wichtige Schutzfunktion: Sie dient als Barriere zwischen Mensch und Reinraumprodukt. Die Textilien müssen ganz bestimmten Anforderungen genügen. Beispiel Material: Der Stoff muss so gewebt sein, dass er Partikel des Trägers zurückhält und keine Fasern an die Außenwelt verliert. So kann ein Reinraumanzug seine Pufferfunktion erfüllen.

Versteckte Kontaminationsquellen trotz Reinraumkleidung

Doch trotz Reinraumanzug lauern Risiken in vielen Reinräumen. Man stelle sich zum Beispiel den folgenden Fall vor: Ein Reinraummitarbeiter steht morgens auf, zieht sich Hose und T-Shirt an, streichelt noch schnell seine Katze und geht dann zur Arbeit. 

Im Umkleidebereich zieht er seinen Reinraumanzug über die Straßenkleidung. So werden Partikel wie z.B. Katzenhaare im Anzug erst einmal „eingeschlossen“. Und dennoch bleibt der Mitarbeiter eine Gefahrenquelle: Bei entsprechenden Bewegungen können Tierhaare, die auf seinem T-Shirt haften, durch die Reinraumkleidung durchstechen – eine Kontaminationsgefahr. Oder seine Bewegungen bei der Arbeit erzeugen einen Pumpeffekt, der die Katzenhaare aus dem Halsbereich in die Reinraumluft presst.

Unterziehkleidung als zusätzlicher Puffer

Wie kann also verhindert werden, dass sich das Katzenhaar doch noch den Weg in den Reinraum bahnt? Die Antwort lautet: Unterziehkleidung. Spezielle Kleidungsstücke, die anstatt des eigenen Outfits unter dem Reinraumanzug getragen werden, haben nicht nur Vorteile in puncto Bequemlichkeit und Komfort. Tests haben verglichen, wie die Verunreinigung im Reinraum durch Straßenkleidung beeinflusst wird. Das Ergebnis: Die Partikelkonzentration im Reinraum kann um mehr als die Hälfte sinken, wenn Mitarbeiter Reinraum-Unterziehkleidung tragen. 

Experte für Reinraumkleidung

Reinraum Wäscherei

CWS Cleanrooms

ist Experte im Bereich Reinraumtextilien. Wir implementieren unsere Lösungfür Reinraumbekleidung und -textilien von A bis Z: Wir passen die Kleidung gemeinsam mit dem Team an und kontrollieren sie auf Defekte bevor wir sie dekontaminieren.

In unserem Mietservice holen wir die Reinraumtextilien außerdem ab, dekontaminieren und sterilisieren sie bei Bedarf. Dabei stellen wir die Einhaltung der Regeln und Standards wie z.B. ISO-Klassen und GMP-Richtlinie sicher.

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