Einbau und Wartung von Überflurhydranten

11.03. - Tag der Rohrleitungen

Trinkwasser ist ein Lebensmittel und muss hygienisch sauber sein. Eine Trennstation für Trink- und Löschwasser ist dabei absolut notwendig. 

11 März 2021 Fire Safety

Welttag der Rohrleitungen 

Der 11. März ist vom World Plumbing Council (WPC) in Zusammenarbeit mit der World Health Organisation (WHO) zum Welttag der Rohrleitungen (engl. World Plumbing Day) erklärt worden. Im ersten Moment klingt es etwas kurios, aber das Thema ist aus hygienischer Sicht sehr ernst und die möglichen Folgen waren noch nie so präsent wie zur aktuellen Pandemiezeit. 

Ziel des heutigen Tages ist es, die Aufmerksamkeit auf saubere Rohrleitungen zur Wasserversorgung und die damit verbundenen hygienischen bzw. gesundheitlichen Aspekte zu lenken. 

Richtiges Händewaschen ist einfach.

Trennstationen für Trink- und Löschwasser

Rohrleitungen für Wasser spielen im vorbeugenden Brandschutz eine zentrale Rolle. Löschwasseranlagen wie Sprinkleranlagen oder Wandhydranten sind meistens mit dem öffentlichen Trinkwassernetz verbunden. Bei Trinkwasser handelt es sich um ein Lebensmittel, dessen Reinhaltung von höchster Bedeutung ist. Somit ist auf eine strikte Trennung von Lösch- und Trinkwasser zu achten. Neuere Löschwasseranlagen verfügen über eine Trennstation, doch gibt es immer noch viele ältere Löschwasseranlagen, die noch keine Trennstation haben und hier ist Nachrüsten oder Umbauen angesagt!

Gefahr von verunreinigtem Wasser

Anders als bei der täglichen Nutzung des Wasserhahns steht das Wasser in einer Löschwasseranlage längere Zeit, wenn diese nicht regelmäßig zur Probe ausgelöst wird. Das Problem ist, dass sich lebensgefährliche Bakterien wie Legionellen im stehenden Wasser gut vermehren können. Dieses Wasser kann - ohne Trennstation - in das Trinkwassernetz zurückfließen und somit das Trinkwasser verunreinigen. 

Bakterien die dadurch entstehen können sind Legionellen, die zu einer Legionärskrankheit führen können. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) liegt die Inzidenz in Deutschland bei 1,7 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner (2018). Besonders betroffen sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, mit gewissen Grunderkrankungen wie z. B. Diabetes oder chronischen Herz-/Lungenerkrankungen, wie auch Raucher und ältere Menschen ab 50 Jahren. Männer erkranken zwei- bis dreimal so häufig wie Frauen. Bei etwa 5-10 % der Patienten verläuft die Erkrankung tödlich.(1)

Das Thema ist also absolut ernst zu nehmen und gerade zur aktuellen Pandemiezeit kann man sich die Auswirkungen einer Verunreinigung des Trinkwassers gut vorstellen. 

Betreiber ist Verantwortlich

Bei Neu- wie auch Bestandsanlagen ist der Betreiber für den ordnungsgemäßen Betrieb einer Trinkwasseranlage bzw. der Trennung von Lösch- und Trinkwasser verantwortlich. Betreiber ist, der die tatsächliche “Sachherrschaft” über den Betrieb der Anlage hat und entsprechende Weisungen erteilen kann.

Ältere Löschwasseranlagen prüfen lassen

Die Trinkwasserverordnung, die Technischen Regeln für Trinkwasser-Installation DIN1988 und die Vorgaben der DIN 14462 für Löschwassereinrichtungen schreiben die Trennung von Trink- und Löschwasser vor. Sicherheitseinrichtung müssen verbaut werden, das kann z. B. eine Löschwasserübergabestelle oder eine Füll- und Entleerungsstation nach DIN 14463 sein. Wenn Sie Löschwasssereinrichtungen haben sollten wie: 

  • Wandhydranten, 
  • Über- und Unterflurhydranten, 
  • Wasserlöschanlagen mit offenen Düsen oder 
  • Sprinkleranlagen, 

sollten Sie Ihre Löschwasseranlage einmal auf eine vorhandene und funktionierende Trennstation prüfen, um ausschließen zu können, dass Ihre Löschwasseranlage eine potenzielle Gefahrenquelle für verunreinigtes Trinkwasser sein könnte. Gerne prüfen wir das auch für Sie oder unterstützen im Bedarfsfall mit einer Trennstation für Trink- und Löschwasser. 

Haben Sie Fragen zu Trennstationen von Trink- und Löschwasser?

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Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Legionellose.html