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7 Interessante Fakten zu Warnschutz

Fakten zu Geschichte, Funktion und Instandhaltung im Überblick.
10 August 2019
ww-highvis

Hätten Sie’s gewusst?

Warnschutz dient der besseren Sichtbarkeit beim Arbeiten. Sie kennen Warnschutzkleidung von Mitarbeitern der städtischen Entsorgung, Straßenreinigung oder von Baustellen. Aber auch im Freizeit- und Outdoorbereich werden beispielweise Reflektoren oder Neonfarben häufig eingesetzt, um Personen sichtbarer zu machen und somit sicherer. Aber wie funktioniert das Warnschutz-Material eigentlich? Die 7 interessantesten Fakten zu Warnschutz im Überblick.

  1. Geschichte: Warnschutzfarbe wurde vom Amerikaner Bob Switzer erfunden, der sich in den 1930ern bei einem Arbeitsunfall verletzte. Daraufhin erfand er die Neonfarbe, die er auf dem Brautkleid seiner Frau testete. Bald danach brachten sein Bruder und er die Farbe groß raus, z.B. auch im Spielzeugbereich sowie für die amerikanische Armee, die die Farbe bei der Flugsicherung einsetzte.
  2. Helligkeit und Dunkelheit: Warnschutz macht sichtbarer, nicht nur bei schlechten Sichtverhältnissen, auch bei Helligkeit. Fluoreszierende also leuchtende Farben wie Neongelb oder Neonorange verstärken nämlich auch die Sichtbarkeit bei Helligkeit. Reflektierende Materialien wie Reflexstreifen sorgen für eine bessere Sichtbarkeit bei Dunkelheit. Gerade nachts sind Menschen mit regulärer Kleidung fast unsichtbar. Warnschutzkleidung mit vielen Reflexstreifen macht sie jedoch schon von mehreren hundert Metern Entfernung gut sichtbar.
  3. Licht: Wenn Lichtstrahlen auf die Reflexstreifen treffen, werden die Lichtstrahlen zurückgeworfen und der Träger ist besser sichtbar. Die Reflektorstreifen auf der Berufskleidung bestehen je nach Hersteller aus unterschiedlichen Materialien, die dazu beitragen, Licht zurück zu spiegeln.
  4. Die 3 Farben: Warnschutzbekleidung ist grundsätzlich nur in 3 Hauptfarben zugelassen: Gelb, Orange und Rot. Gelb wird oft von Abschleppdiensten oder auf Baustellen getragen. Orange kommt gerne auf Bauhöfen, bei der Müllabfuhr oder im Straßenbau zum Einsatz. Rote Warnschutzkleidung wird hauptsächlich von Rettungsdiensten verwendet.
  5. Überprüfen: Wussten Sie, dass die Funktionsfähigkeit der Leuchtstreifen überprüft werden kann? Dies sollte auch regelmäßig überprüft werden, denn sonst steht der Träger im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln. Dabei wird die Retroreflektion also die Rückspiegelung des Lichts getestet.
  6. Waschen: Warnschutzkleidung darf beim Waschen nur bestimmten Temperaturen ausgesetzt werden. Ansonsten verlieren die Reflexstreifen ihre Leuchtkraft. Auch Weichspüler kann die Reflexstreifen blind machen. Die Folge: Der Träger ist nicht ausreichend sichtbar, die Schutzfunktion der Berufskleidung ist nicht mehr gegeben.
  7. Pflicht im Straßenverkehr: Seit 2014 ist das Mitführen einer Warnschutzweste für jeden Autohalter gesetzlich vorgeschrieben.