Von der Latzhose zum Pflanzenschutzvlies: Aus dem Leben einer Baumwollfaser bei CWS

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24 November 2022

Internationale Staats- und Regierungschefs fordern eine Kreislaufwirtschaft ohne Abfall, bei der sich alles um wiederverwendbare Rohstoffe dreht. Denn die aktuelle, nicht-zirkuläre Produktion- und Nutzung von z. B. Kleidung haben negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt: Die Textilindustrie ist bekannt für ihren hohen Wasserverbrauch, große Abfallmengen und hohe CO2-Emissionen. Ausrangierte Kleidung landet zum Großteil im Restmüll, um schließlich verbrannt zu werden. Sowohl die wirtschaftlichen als auch nachhaltigen Chancen der Kreislaufwirtschaft sind im Bereich Textilien daher enorm hoch.

In der Textilindustrie sind viele Interessen im Spiel. Daher stellt die Verbesserung der Lieferkette eine große Herausforderung dar: Jedes Glied in dieser Kette hinterlässt seine Spuren. Das kann nur durch Zusammenführung einzelner Akteure verändert werden. Hier setzt CWS an: In einem Pilotprojekt arbeiten die CWS Nederlands und andere niederländische Unternehmen aus der gesamten textilen Wertschöpfungskette (unter der Leitung von Avans Hogeschool und MVO Niederlande) mit indischen Baumwollunternehmen zusammen, um eine geschlossene Rohstoffkette für Anbau, Verarbeitung, Nutzung  und Recycling von Baumwolle zu entwickeln. Die Idee ist, Baumwollfasern zu verwenden, die regenerativ hergestellt und mehrfach recycelt werden können, um bestehende Eigenschaften zu erhalten und einen Mehrnutzen zu schaffen. Das übergeordnete Ziel ist die Rückführung der Fasern als Rohstoff in eine neue Kette.

Die Rolle von CWS in dieser Kaskade ist Folgende: Nachdem die Nutzungsphase des ursprünglichen Produkts – z. B. Berufskleidung – zu Ende geht, werden die enthaltenen Baumwollfasern zu weiteren Textilien wie z.B. T-Shirts recycelt. Diese bilden dann wiederum nach der Nutzungsphase das Rohmaterial für Hygieneprodukte, wie z.B. die CWS-Stoffhandtuchrollen. Am Ende ihrer Nutzungsdauer werden diese Stoffhandtuchrollen noch zu biologisch abbaubarem Pflanzenschutzvlies weiterverarbeitet, um diese der Agrarwirtschaft und dem Ursprung der Pflanze zurückzuführen. Damit hat sich der komplette Kreis geschlossen und die Fasern konnten einem maximal Nutzen zugeführt werden.

Ein zirkuläres Modell ist jedoch nur möglich, wenn alle beteiligten Parteien eng zusammenarbeiten und niemand benachteiligt wird. Das genannte Projekt konzentriert sich insbesondere auf die Erforschung der technischen Machbarkeit von Recycling von Baumwollfasern sowie auf die Entwicklung von kollaborativen Geschäftsmodellen.