Arbeitskleidung

Verbesserung des Arbeitsschutzes

Verantwortung abgeben durch Berufskleidung im Mietservice
23 Januar 2020
Werner Münnich-PSA Experte

Arbeitsschutz spielt eine immer wichtigere Rolle in Unternehmen und Betrieben. Die Sicherheit der Mitarbeiter steht dabei im Fokus. Eine Gefährdungsanalyse des Arbeitsplatzes durch Unternehmen bestimmt das Arbeitsschutzgesetz. Dort sind die wichtigsten Pflichten des Arbeitgebers festgelegt. Die Beurteilung prüft Belastungen und Arbeitsmittel der Mitarbeitenden. Dazu gehört auch die Auswahl von Schutzkleidung auch Persönliche Schutzausrüstung (PSA) genannt. Der Arbeitgeber haftet laut §2 der PSA-Benutzungsverordnung der Bundesregierung für die Unversehrtheit seiner Mitarbeiter.

Einen Großteil der Verantwortung können Unternehmen jedoch abgeben, indem sie einen Dienstleister für Berufskleidung beauftragen. Was sich wie ein Service für Großunternehmen anhört, lohnt sich jedoch bereits für Kleinbetriebe. Werner Münnich, PSA-Experte vom deutschen Marktführer für Berufskleidung im Mietservice, CWS, erklärt, wie die Dienstleistung funktioniert.

Für wen eignet sich der Mietservice besonders?

Prinzipiell bietet sich der Mietservice, auch Leasing genannt, für jeden Betrieb und für jedes Unternehmen an, dessen Mitarbeiter Berufskleidung tragen. Unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiter. Wer Schutzkleidung im Einsatz hat, sollte sich aus Sicherheitsgründen zwingend für den Mietservice entscheiden. Es geht zum einen um die Auswahl der richtigen Kleidung für jeden Mitarbeiter. Zum anderen betrifft es die professionelle Pflege und Instandhaltung der Berufskleidung. Es gibt viele gesetzliche Bestimmungen und Risiken, die ohne professionellen  Service unmöglich einzuhalten sind.

Wie trägt die textile Dienstleistung zu mehr Sicherheit bei?

Im Vorfeld sollte sorgfältig ausgewählt werden, welche Schutzfunktionen für die Tätigkeit eines Mitarbeiters nötig sind. Dienstleister, wie CWS, beraten Unternehmen dabei intensiv zu den individuellen Begebenheiten. So erhält jeder Mitarbeiter, die PSA, die er für seine Arbeit benötigt.

Schutzkleidung, also Berufskleidung mit besonderen Schutzfunktionen, wie für Hitze-Flammschutz oder mit Warnschutz bedarf zudem einer besonderen Handhabung. So gibt es bestimmte Vorgaben, je nach Modell, wie die Kleidung beschaffen sein sollte. Ist beispielsweise die Hose zu lang, darf diese nicht einfach gekürzt werden. Bei Warnschutzkleidung gibt es zum Beispiel die Vorgabe, dass zwischen Reflektor und Hosenbeinende fünf Zentimeter liegen müssen. Jede Veränderung der Kleidung unterliegt sicherheitsbedingt strengen Vorgaben. Sollen Namens- oder Logoembleme auf der Kleidung angebracht werden, so müssen diese aus geeignetem Material bestehen. Bei der Anbringung muss die richtige Positionierung eingehalten werden. Dies hängt von der Zertifizierung der Kleidung und den Herstellerinformationen ab.

Auch bei Reparaturen von PSA ist Fachwissen gefragt. So müssen benutzte Garne bei bestimmter PSA flammfest sein. Es muss jeweils mit den Originalmaterialien gearbeitet werden. Reparaturen von PSA müssen mit großer Vorsicht vorgenommen werden, da Gewebe aufbrechen kann und dadurch die Schutzfunktionen für den Träger unterbrochen werden. Insgesamt lässt sich sagen, dass das ganze Handling der Kleidung, von Änderungen über Pflege bis Instandhaltung von Fachpersonal vorgenommen werden sollte. Dies wird auch in den allgemein gültigen SUCAM-Dokumenten, dem Leitfaden für Auswahl, Gebrauch, Pflege und Instandhaltung von Schutzkleidung gesetzlich vorgegeben. Unternehmen profitieren hier von der Erfahrung und Expertise von textilen Serviceanbietern, die Kenntnisse zu Textilien, deren Aufbereitung sowie den gesetzlichen Vorgaben haben.

Gibt es spezielle Gesetze, die man kennen sollte?

Im Bereich Arbeitsschutz gibt es staatliche Gesetze wie das erwähnte Arbeitsschutzgesetz als obersten Rahmen. In den ersten fünf Paragrafen werden die wichtigsten Aufgaben und Pflichten vom Arbeitgeber beschrieben. Zum Arbeitsschutzgesetz zählen zum Beispiel die Arbeitsstättenverordnung oder die PSA-Benutzungsverordnung. Hinzu kommen Vorschriften von Berufsgenossenschaften und ähnlichen Unfallversicherungsträgern. Diese regeln beispielsweise auch das Zusammenspiel verschiedener PSA wie der Art der Handschuhe und der passenden Ärmellänge der Berufskleidung dazu.

Auch die Vorschriften bei der Beschaffung von PSA nehmen zu. Im April 2019 trat die neue PSA Verordnung 2016/425 in Kraft, die Unternehmen und Hersteller mit mehr Verantwortung belegt. PSA-Kleidung muss nun alle fünf Jahre neu überprüft und zertifiziert werden. Wer im Unternehmen das Thema Berufskleidung verantwortet, sollte sich im Zweifelsfall vom Profi beraten lassen. Eine Beratung bei uns ist ganz unverbindlich und kostenlos. CWS bietet zudem an, Berufskleidung für einen bestimmten Zeitraum zur Probe zu tragen. Dann kann man sich auch von der Qualität überzeugen.

Gibt es Qualitätsunterschiede bei Kauf- und Mietkleidung?

Meine persönliche und professionelle Meinung, oh ja. Mietkleidung wird produziert, damit sie lange hält. Wir übernehmen ja auch die Verantwortung für unsere Kunden und deren Mitarbeiter. Die Kleidung wird von uns langfristig Instand gehalten und gepflegt und hat dadurch eine viel höhere Lebensdauer. Bei Kaufkleidung ist die lange Haltbarkeit weniger entscheidend als der erste Eindruck.

Was sind die häufigsten Fehler im Bereich Sicherheit?

Oft wird die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz nicht ausreichend kontrolliert und Mitarbeiter nicht sorgfältig über die Einhaltung aufgeklärt. So ergab eine Arbeitsschutz-Umfrage, dass bei nur 53 Prozent der Träger von Berufskleidung die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften an ihrem Arbeitsplatz regelmäßig kontrolliert wird. Zudem gaben fast zwei Drittel der Mitarbeiter an, Kompromisse bei ihrer Sicherheit einzugehen, um sich das tägliche Arbeiten zu erleichtern. 44 Prozent der Arbeitnehmer lassen auch mal notwendige Teile ihrer Schutzausrüstung, wie Schutzbrille, Handschuhe oder Helm weg. So arbeitet es sich bequemer, doch gehen die Mitarbeiter dadurch ein Sicherheitsrisiko ein.

Werden im Bereich Schutzkleidung größtenteils Dienstleister beauftragt?

Im Bereich Schutzkleidung gehe ich eigentlich davon aus, da sonst die Verantwortung für die Betriebe zu groß wäre. Auch wenn natürlich gerade in großen Unternehmen Sicherheitsbeauftragte gut geschult sind und die Gesetzeslage kennen, können sie ja nicht selbstständig die Pflege und Kontrolle der Arbeitskleidung übernehmen.

Gibt es keine Alternative zu einem Dienstleister?

Im Bereich PSA, nein. Der einfachste und sicherste Weg für Unternehmen PSA zu beziehen, ist durch einen professionellen Serviceanbieter für Berufskleidung. Dieser übernimmt nicht nur rechtlich die Verantwortung, sondern sorgt auch für die fachgerechte Wäsche und Instandhaltung der Schutzkleidung durch geschultes Personal. Wir haben bei CWS einen offiziell zertifizierten Aufbereitungsprozess für PSA, jeder Schritt ist genau vorgegeben.

Gerade für den langfristigen Einsatz von PSA muss die Kleidung kontinuierlich kontrolliert werden. Manche Kleidung bedarf zum Beispiel eine sogenannte Hydrophobisierung, eine Art Imprägnierung, mit der beispielsweise Wetterschutz- oder Chemikalienschutzkleidung behandelt wird. Das kann nicht von einem Laien durchgeführt und muss bei einer bestimmten Temperatur flächendeckend vorgenommen werden. Stellen wir in der Qualitätskontrolle fest, dass die Kleidung nicht mehr sicher für den Träger ist, tauschen wir sie umgehend gegen neue Kleidung aus.

 

 

*Arbeitsschutz-Umfrage, 2017, von net-request im Auftrag von CWS

 

Über CWS

Mit innovativen, nachhaltigen und digitalen Mietlösungen trägt CWS zu einer gesünderen und sicheren Zukunft bei. Das CWS Angebot gliedert sich in Produkte und Services aus den Bereichen Hygiene, Matten, Berufskleidung, Brandschutz, Reinraum sowie Gesundheit und Pflege. Seit April 2019 treten alle Leistungsbereiche des Unternehmens als ganzheitlicher Systemanbieter unter dem Namen CWS auf.

CWS ist eine Marke der CWS-boco Deutschland GmbH. Aktuell beschäftigt die CWS rund 4.900 Mitarbeitende in Deutschland. Im Jahr 2018 erwirtschaftete die CWS-boco Gruppe einen Umsatz von 1,14 Milliarden Euro. CWS-boco ist eine 100-Prozent-Beteiligung der Franz Haniel & Cie. GmbH. Weitere Informationen auf www.cws.com

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