So wählen Sie das richtige Hautschutzprogramm für Ihren Arbeitsplatz
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie ein einfaches und praxistaugliches Hautschutzprogramm auswählen, das zu den Anforderungen an Ihrem Arbeitsplatz passt und von Ihren Mitarbeitenden auch tatsächlich genutzt wird.
Wo fängt man an, wenn man einen Hautschutzplan für den Arbeitsplatz auswählt? Bei dem Risiko, dem Ihr Team tatsächlich Tag für Tag ausgesetzt ist. Ein wirksamer Hautschutzplan kombiniert Schutz, Reinigung und Hautpflege zu einer einfach umsetzbaren Routine. Er sollte regelmäßig überprüft werden, idealerweise gemeinsam mit Ihren Mitarbeitenden, damit sichergestellt ist, dass er zu ihrer tatsächlichen Arbeitsweise passt. In diesem Artikel helfen wir Ihnen, einen Hautschutzplan auszuwählen, der in der Praxis funktioniert.
Inhalt
Hautgesundheit am Arbeitsplatz 
Wenn es um Arbeitsschutz geht, wird Hautgesundheit oft nicht im gleichen Atemzug genannt wie Schutzbrillen, Helme, Gehörschutz, Maschinenschutz oder Ergonomie. Dabei ist unsere Haut das größte Organ des menschlichen Körpers und die erste Schutzbarriere gegen all jene Stoffe und Belastungen, mit denen die Hände Ihrer Mitarbeitenden Tag für Tag in Kontakt kommen. Warum Hautschutz so wichtig ist und was die Zahlen dazu sagen, haben wir bereits in unserem Leitfaden zu Hautschutz, Hautreinigung und Hautpflege am Arbeitsplatz zusammengefasst. Hier widmen wir uns der praktischen Seite:
Wie wählen Sie ein Hautschutzprogramm aus, das zu den Abläufen in Ihrem Unternehmen passt?
Jeder Arbeitsplatz ist anders, die Produkte müssen es nicht sein
Es gibt keine Hautschutzlösung, die für jeden Arbeitsplatz gleichermaßen geeignet ist. Schließlich unterscheiden sich auch die Belastungen je nach Tätigkeit und Arbeitsumgebung. Trotzdem müssen Sie sich nicht in einer Vielzahl unterschiedlicher Hautschutzprodukte verlieren.
- Lebensmittelproduktion: häufiges Händewaschen, Desinfektionsmittel, langes Tragen von Handschuhen
- Produktion und Industrie: Öle, Lösungsmittel, Metallstaub, mechanische Belastung der Haut
- Gesundheitswesen: häufige Desinfektion, langes Tragen von Handschuhen, hohe Hygienestandards
- Logistik und Lager: unterschiedliche Belastungen, Temperaturschwankungen, Arbeit im Freien
- Reinigung: konzentrierte Chemikalien, längerer Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln
Die tatsächlichen Risiken kennen
Bevor Sie sich für ein Hautschutzprogramm entscheiden, sollten Sie zunächst genau betrachten, was am jeweiligen Arbeitsplatz tatsächlich passiert: Mit welchen Stoffen kommen die Hände in Kontakt? Wie häufig werden die Hände gewaschen? Wie lange werden Handschuhe durchgehend getragen? Und wie sieht ein typischer Arbeitstag von Anfang bis Ende aus?
Sowohl lang andauernde Feuchtarbeit als auch häufiges Händewaschen während einer Arbeitsschicht gelten als Risikofaktoren für Hautprobleme.
Aus dieser Analyse muss jedoch keine lange Einkaufsliste mit unterschiedlichen Cremes und Produkten entstehen. Vielmehr bildet sie die Grundlage für ein funktionierendes Hautschutzprogramm: Wo sollten die Spender angebracht werden? Wie häufig müssen sie nachgefüllt werden? Und welches Reinigungsprodukt eignet sich für die jeweilige Arbeitsumgebung?