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Erhebliche Sicherheitsrisiken für Mitarbeiter am Arbeitsplatz

Dies zeigt die neue Arbeitsschutz-Umfrage.
23 Oktober 2017
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Dreieich, 23. Oktober 2017. Eine neue internationale Umfrage im Auftrag von CWS-boco zum Thema Arbeitsschutz bringt gravierende Sicherheitsmängel zum Vorschein. Das Waschen und Instandhalten ihrer Schutzkleidung wird den Mitarbeitern meist selbst überlassen, wodurch eine falsche Handhabung begünstigt wird. Hinzu kommt, dass viele Arbeitnehmer aus Bequemlichkeit Kompromisse beim Thema Sicherheit eingehen und Unternehmen, laut Arbeitnehmer, Produktivität über Sicherheit stellen. Besonders besorgniserregend: Befragt wurden ausschließlich Mitarbeiter mit Tätigkeiten, bei denen Arbeitsschutz eine wichtige Rolle spielt.

 

Top-Ergebnisse für Deutschland:

  • 63 Prozent müssen ihre Berufskleidung selbst waschen, was potentielle Risiken birgt.
  • 68 Prozent der Befragten gehen Kompromisse bei ihrer Sicherheit am Arbeitsplatz ein.
  • 44 Prozent der Arbeitnehmer lassen auch mal notwendige Teile ihrer Schutzausrüstung weg.
  • Ältere Arbeitnehmer nehmen Arbeitsschutz ernster als jüngere.
  • 52 Prozent finden, dass in ihrem Unternehmen Produktivität über Sicherheit steht.
  • Nur 53 Prozent geben hingegen an, dass die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften an ihrem Arbeitsplatz regelmäßig kontrolliert wird.

Mangelnde Kontrollen

Bereits bei der regelmäßigen Kontrolle der Vorschriften werden erste Defizite deutlich. Nur bei 57 Prozent der Befragten wird die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften mindestens alle zwei Monate kontrolliert. Im Ländervergleich schneidet Deutschland mit nur 53 Prozent am schlechtesten ab. 45 % der Mitarbeiter sagen zudem aus, ihr Chef habe ihnen Anweisungen für Tätigkeiten gegeben, die nicht sicher seien.

Komfort vor Sicherheit

Sicherheitsvorschriften zu beachten, scheint für einige Mitarbeiter eine Bürde zu sein. Fast zwei Drittel der Arbeitnehmer geben an, Kompromisse bei ihrer Sicherheit einzugehen, um sich das tägliche Arbeiten zu erleichtern. 44 Prozent der Arbeitnehmer lassen auch mal notwendige Teile ihrer Schutzausrüstung, wie Schutzbrille, Handschuhe oder Helm weg. So arbeitet es sich bequemer, doch gehen die Mitarbeiter dadurch ein Sicherheitsrisiko ein. In Polen sind es nur 28 Prozent.

Im Altersvergleich fällt auf: Je jünger die Befragten, desto wahrscheinlicher, dass sie manchmal Teile der Schutzausrüstung weglassen. Die Hälfte der Befragten zwischen 20 und 29 Jahren verzichtet ab und zu auf Komponenten ihrer Schutzausrüstung, bei den 50 bis 60-Jährigen sind es nur 31 Prozent.

Selbst gewaschene Schutzkleidung als Sicherheitsrisiko

Eine Professionelle Schutzausrüstung (PSA) ist bei vielen Berufen wie Schweißern, Elektriker, im Bauhandwerk oder auch bei Lagerarbeitern Vorschrift. Ganze 57 Prozent der Befragten, in Deutschland sogar 63 Prozent, müssen ihre Berufskleidung jedoch selbst waschen. Mitarbeiter werden somit mit der Pflege ihrer Kleidung alleine gelassen. Dies stellt bei Schutzkleidung ein Sicherheitsrisiko dar. So kann beispielsweise Hitze- und Flammschutzkleidung nach dem Waschen mit Weichspüler entzündbar sein. Auch die Leuchtkraft der Reflektoren geht bei nicht sachgemäßem Waschen früher verloren und kann nicht fachgerecht kontrolliert werden. Laut Umfrage, wird bei 24 Prozent der Arbeitnehmer die Kleidung nicht regelmäßig überprüft, in Deutschland bei 25 Prozent der Befragten. „Die richtige Ausrüstung und deren Pflege sollte nur in professionelle Hände gegeben werden. Dies betrifft vor allem die Kontrolle und Instandhaltung der Schutzfunktionen der Kleidung“, erklärt Werner Münnich, PSA-Experte bei CWS-boco.

 

Die EU Arbeitsschutz-Richtlinie 89/656/EWG besagt, dass Unternehmen sicherstellen müssen, dass ihre PSA den aktuellen Anforderungen entspricht. Die Schutzfunktionen müssen regelmäßig kontrolliert und der maximale Lebenszyklus der Kleidung überwacht und eingehalten werden. “Wenn 63 Prozent selbst für das Waschen ihrer Berufskleidung verantwortlich sind, dann gehe ich davon aus, dass bei einem Großteil die Schutzkleidung nicht sachgemäß geprüft und instand gehalten wird“, so Münnich.

Kostenfaktor Sicherheit

Auf die Frage, warum die Kleidung nicht regelmäßig überprüft, instandgehalten oder erneuert wird, gaben 53 Prozent der Befragten an, dass ihrer Meinung nach Kosten der ausschlaggebende Faktor für eine fehlende professionelle Pflege der Berufskleidung sind. 52 Prozent der deutschen Arbeitnehmer finden zudem, dass in ihrem Unternehmen Produktivität über Sicherheit steht.

Zur Umfrage

Im Juli 2017 führte net-request im Auftrag von CWS-boco, einem führenden Anbieter von Berufskleidung im Mietservice, eine internationale Arbeitsschutz-Umfrage durch. In der Online-Umfrage wurden 1.000 Arbeitnehmer zwischen 20 und 60 Jahren in den Ländern Deutschland, Schweiz, Belgien und Polen befragt. In Deutschland waren es 400 Personen, in den anderen Ländern jeweils 200 Personen. Die Befragten arbeiten in Tätigkeitsfeldern, in denen Arbeitsschutz eine bedeutende Rolle spielt.

 

CWS bietet einen Full-Service für Schutzkleidung, der neben der professionellen Pflege auch die regelmäßige Kontrolle und Instandhaltung der Schutzfunktionen beinhaltet.

 

Über CWS

Mit innovativen, nachhaltigen und digitalen Mietlösungen trägt CWS zu einer gesünderen und sicheren Zukunft bei. Das CWS Angebot gliedert sich in Produkte und Services aus den Bereichen Hygiene, Matten, Berufskleidung, Brandschutz, Reinraum sowie Gesundheit und Pflege. Seit April 2019 treten alle Leistungsbereiche des Unternehmens als ganzheitlicher Systemanbieter unter dem Namen CWS auf.

CWS ist eine Marke der CWS-boco Deutschland GmbH. Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 4.900 Mitarbeitende in Deutschland. Im Jahr 2017 erwirtschaftete die CWS-boco Gruppe einen Umsatz von 970 Millionen Euro. Am Unternehmen beteiligt sind die Franz Haniel & Cie. GmbH mit 82 Prozent sowie Rentokil Initial plc mit 18 Prozent.

Daniela Rödig
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